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Altstadt und Wasserstadt in Spandau

Berlin-Spandau ist geprägt durch seine Altstadt auf der Altstadtinsel mit ihren historischen Gassen, Straßen und Gebäuden sowie dem Marktplatz und der Stadtmauer. Die alte Bausubstanz wurde in den letzten Jahren saniert und macht diesen Ortsteil des Bezirks Spandau zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen, doch auch Einheimische lieben ihr Spandau.

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Im Jahre 1232 wurde Spandau das erste Mal als Stadt erwähnt. Hier errichteten die Askanier eine Burganlage zur Verteidigung. Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Insel zu einer der stärksten Festungen Preußens ausgebaut, darunter auch die Zitadelle Spandau, und entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt des preußischen Militärs. Hier ging das Militär ein und aus und dies nicht ohne Folgen. Ende der 40er Jahre, genau 1944/1945, wurde Spandau Ziel von schweren Luftangriffen. Diese zerstörten vor allem die wunderschöne, damalige Altstadt. Die alte Bausubstanz musste saniert und zerstörte Gebäude erneut errichtet werden.

Somit wurde in den 50er Jahren auch ein U-Bahn-Bau in Angriff genommen. Der Stadtgrundriss blieb jedoch erhalten. Die Stadt Spandau verfügt, wie damals, immer noch über ein kleinstädtisches Flair. Die Havel und breite Verkehrsschneisen trennen die umgebenen Ortsteile von der Altstadt ab. Im Jahre 1978 begann man mit der erneuten Umgestaltung der Altstadt und erbaute eine moderne Fußgängerzone. Der Bau dauerte wesentlich länger als ursprünglich angenommen, nämlich über 10 Jahre.

Sehr beliebt bei den Shoppingsüchtigen sind die Carl-Schurz-Straße und die Breite Straße, hier kann man nach Herzenslust bummeln und einkaufen gehen. Die Altstadt ist sehr beliebt. Doch einen Wermutstropfen gibt es: 2001 wurde das riesige Einkaufszentrum mit über 125 Geschäften, die Spandauer Arkaden, direkt am S-Bahnhof-Spandau errichtet.

Historische Bauwerke in der Spandauer Altstadt

Eines der bedeutendsten Bauwerke in Spandau ist sicherlich die St.-Nikolai-Kirche, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Diese Kirche befindet sich auf dem Reformationsplatz. Die Kirche wurde im Jahre 1989 nach vorhandenen Plänen aus dem Jahre 1839 rekonstruiert. Doch nicht nur die St.-Nikolai-Kirche ist ein beliebtes Ziel von Touristen und Einheimischen, auch das Gotische Haus aus dem 15. Jahrhundert erfreut sich immer wieder großer Beliebtheit. Bei diesem einzigartigen Bauwerk handelt es sich um einen mehr als repräsentativen Steinbau, der jedoch aufwendig modernisiert wurde. Die Netzrippengewölbe im hinteren Teil und auch die Spitzbogenarkade wurden in ihrem alten Ursprung belassen.

Selbstverständlich finden sich in Spandau nicht nur Historiker ein, sondern auch für junge Menschen ist hier ein sehr reizvoller Treffpunkt. Jugendliche aus der ganzen Welt vereinen sich in Spandau, das hat zum einen den Grund, dass Spandau viele reizvolle Programme für Jugendliche ins Leben gerufen hat und zum anderen, dass in Spandau Bildung großgeschrieben wird. Der Bürgermeister vertritt den Standpunkt, dass Menschen allgemein und Jugendliche im Besonderen die Geschichte Spandaus verfolgen sollten und die Begeisterung dieser Stadt selbst erleben sollten, wobei dennoch das Freizeitangebot nicht zu kurz kommen sollte.

Die Wasserstadt Berlin Spandau

In direkter Nähe der Altstadt liegt nördlich die Wasserstadt Spandau, damals Wasserstadt Oberhavel genannt. Sie gehört zum Ortsteil Haakenfelde. Die Wasserstadt ist ein traumhaft grünes Wohn- und Landschaftsgebiet, mit der Insel Eiswerder in der Mitte, umgeben von der Havel und weiteren, kleineren Inseln, die ihre Pracht im Laufe der Jahre entfaltet hat. Im 19. Jahrhundert wurde die Insel Eiswerder als Fabrikstandort für die Waffenfertigung genutzt, später war hier unter anderem Hallen für die Unterbringung und Wartung für Güterwaggons. Heute findet man hier vor allem Gewerbe, wie Filmstudios, und Wohnungen.

Die Wasserstadt ist umgeben von viel Natur und Wanderwegen. Hier und da findet man einen Steg, der zum Verweilen einlädt und man trifft immer wieder Menschen, die dem Arbeitsalltag entkommen möchten und an der Havel entlang spazieren.

Das ganze Gebiet war von 1992 bis 2007 als Entwicklungsgebiet der Stadt ausgeschrieben. Seitdem wurden auf einer Fläche von 206 ha 3.640 Wohnungen sowie 160 Einfamilienhäuser gebaut bzw. geplant. 90 % der Wohnungen sind dabei sozial gefördert und damit auch für Einkommensschwache bezahlbar. Für den Ausbau der Infrastruktur wurden zudem der Bau von Schulen, Kitas und Sportstätten geplant. Egal, ob jung oder alt, hier findet man jede Altersklasse.

An der Wasserstadt siedeln sich seit 2010 immer mehr Bauherren an, denn diese haben das Potenzial der Wasserstadt Spandau erkannt.

Berlin-Spandau Wasserstadt und Wohnungsmarkt

Wohnungssuchende in Berlin Spandau nicht unbedingt schnell fündig, denn die Einwohnerzahlen der Stadt wachsen und wachsen. Immer mehr Bauvorhaben werden daher ins Leben gerufen, doch nicht nur Eigentumswohnungen und Eigenheime werden gebraucht und gebaut, vor allem die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum steigt. Daher werden auch verstärkt soziale Wohnprojekte realisiert. Dennoch liegt Spandau im Vergleich zum Rest Berlins bei der Anzahl der Wohnungsneubauten, zusammen mit Reinickendorf, an letzter Stelle.

Die steigenden Mieten machen sich natürlich auch in Spandau bemerkbar. Hier stiegen die Mieten im Vergleich zu den anderen Bezirken sogar überdurchschnittlich an. Dennoch sind die Mieten im Vergleich immer noch geringer als im Nachbarbezirk Charlottenburg und man kann in Spandau noch Häuser unter 300 000 € erwerben. Damit bietet der Bezirk neben Hohenschönhausen und Reinickendorf, noch die günstigsten Preise für Immobilien.

Wer die Natur liebt und dem Treiben aus der Großstadt entkommen möchte, ist in Berlin-Spandau genau richtig angesiedelt, denn Wald und Wasser macht diesen tollen Bezirk aus. Man muss auf nichts verzichten, denn ein Leben in der Ruhe und das große Stadtleben schließen sich nicht aus. Durch den Bahnhof erreicht man schnell die Berliner Innenstadt.

Jeder der einmal in Berlin-Spandau, in der Altstadt oder der Wasserstadt, gewesen ist, kann sich seinem Charme nicht entziehen. Eine neue Wohnung, ein Eigenheim oder ein Penthouse sollen her, dafür ist Berlin Spandau genau der richtige Ort, um seine Seele baumeln zu lassen und dem Großstadttreiben zu entfliehen, wenn auch nicht allzu weit.

Charlottenburg und seine Baudenkmäler

Berlin-Charlottenburg ist ein Stadtbezirk mit Flair für junge und alte Menschen, inmitten von Berlin. Vor der Eingemeindung des Bezirks war Charlottenburg eine Stadt, die bereits seit dem 18. Jahrhundert existierte und sich einen Namen gemacht hatte. Benannt wurde der heutige Bezirk nach der preußischen Königin Sophie Charlotte und ihrem Schloss.

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Ursprünglich trug das Schloss den Namen Lietzenburg. Das Dorf Lietzow wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt und im 18. Jahrhundert Charlottenburg angegliedert. 1695 wurde damit begonnen das Schloss zu errichten, welches bald in ganz Europa als Treffpunkt für Künstler aller Art bekannt sein sollte. Schon zehn Jahre später, im Jahre 1705, verstarb die Königin Sophie Charlotte im Alter von nur 37 Jahren. Ihr zu Ehren erhielt das Schloss seinen Namen Charlottenburg und das umliegende Land mit seinen Ansiedlungen den gleichnamigen Stadttitel. In den folgenden Jahren wuchs die ländliche Siedlung immer weiter und entwickelte sich in den Jahren von 1870 bis 1890 zur Großstadt.

Nach der Eingemeindung von Charlottenburg nach Groß-Berlin im Jahr 1920, war der Bezirk über Jahre ein eigener Bezirk, fusionierte jedoch im Jahre 2001 mit dem Bezirk Wilmersdorf und es entstand der neue Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Jahre 2004 wurden verschiedene Berliner Ortsteile neu angeordnet. Heute gibt es die Ortsteile Westend, Charlottenburg-Nord und Charlottenburg. Innerhalb des Ortsteils Charlottenburg gibt es regionale Stadtkieze, diese werden unterteilt in Witzleben, Klausenerplatz und Kalowswerder.

Berlin-Charlottenburg verfügt heute über das älteste erhaltende Wohnhaus Berlins, welches von 1712 an als Bürgerhaus galt und 1983 nach illegalem Abriss wieder aufwendig in seinen alten Ursprung zurückversetzt wurde. Betreut wird dieses Baudenkmal durch das Museum Charlottenburg- Wilmersdorf. Heute befindet sich in diesem Haus ein Keramik-Museum, welches sich größter Beliebtheit erfreut.

Mit circa 126 000 Einwohnern ist Charlottenburg dicht besiedelt. Charlottenburg hat nicht nur kulturell einiges zu bieten, auch Nachtschwärmer und kulturell angehauchte Menschen kommen hier auf ihre Kosten.

Charlottenburg und seine Sehenswürdigkeiten

Wer sich in Charlottenburg niederlassen möchte, der wird in Kürze von diesem Bezirk in seinen Bann gezogen. Charlottenburg ist bekannt für das Olympiastadion, welches Platz für 75 000 Zuschauer bietet und somit das zweitgrößte Stadion Deutschlands ist. Auch der Zoologische Garten und das Aquarium sind einen Besuch wert, denn hier kann man über 1388 verschiedene Tierarten bewundern.

Wer es lieber kulturell mag, der sollte sich einen Besuch der Salvador Dali Ausstellung, ein Besuch im Filmmuseum oder ein Konzert in der Philharmonie am Potsdamer Platz nicht entgehen lassen. Direkt neben dem Zoologischen Garten und dem Bahnhof Zoo befindet sich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, welche als Mahnmal für den Krieg besichtigt werden kann. Hinter dem Bahnhof liegt die Technische Universität, die Universität der Künste und das Museum für Fotografie, in welchem unter anderen eine Dauerausstellung über Helmut Newton besucht werden kann.

Eines der wohl beliebtesten und bekanntesten Bauwerke Berlins ist das Schloss Charlottenburg, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Schloss wurde in den vergangenen Jahren aufwendig saniert und ist nun wieder für Besucher zugänglich. Zum Schloss gehört ein weiträumiger Landschaftspark sowie die Große Orangerie.

Doch Charlottenburg bietet noch so einiges mehr an Sehenswürdigkeiten, die diesem Bezirk ein einzigartiges Ambiente verleihen. Für Feinschmecker gibt es in Charlottenburg zahlreiche Restaurant und Cafés. Am Kurfürstendamm befindet sich das weltbekannte Kranzler Eck, in dem Sie Speisen und Kaffee in lockerer Atmosphäre auf der Terrasse bestellen können, auch ein unvergessliches Abendessen wird Ihnen beschert.

Charlottenburg zählt zu den Bezirken von Berlin, der jedem Besucher eine unvergessliche Zeit beschert und gerade aus diesem Grund suchen immer mehr Menschen eine Mietwohnung oder ein Eigenheim in diesem Bezirk. Es gibt viele Vorteile hierfür, denn der Arbeitsmarkt wächst, neue, auch familienfreundliche Wohnungen werden gebaut und auch die Verbindungen in andere Stadtbezirke sind sehr gut ausgebaut.

Berlin Charlottenburg – neue Bauvorhaben

Berlin Charlottenburg bietet nicht nur phantastische Möglichkeiten um sich zu amüsieren, nein auch Ruhe und Erholung sind möglich. Die Nachfrage nach Wohnungen, ob zur Miete oder als Eigentum, ist groß und daher wächst Charlottenburg fast mit jedem Atemzug. Eines der Bauvorhaben in Charlottenburg ist der Neubau des High West in der Heilbronner Straße mit 160 Eigentumswohnungen mit Panoramablick. Diese Wohnungen werden im 2. Quartal 2018 fertiggestellt sein. Hier werden Wohnungen von 60 m² bis 157 m² angeboten mit 2 bis 5 Zimmern. Der zukünftige Eigentümer erhält eine gehobene Ausstattung, direkt in der Nähe des Kurfürstendamms mit einem besonderen Flair und der Möglichkeit Berlin Tag und Nacht zu überblicken.

Weitere Neubauten sollen direkt an der Spree in der Klaustaler Straße entstehen und werden bereits im 4. Quartal 2017 fertiggestellt sein. Das Projekt „Über der Spree“ schafft 47 Eigentumswohnungen, die jeweils über 4 Zimmer verfügen von 126 m² bis 148 m². Man darf auch hier so einiges an Attraktivität erwarten. Bereits 90 % der Eigentumswohnungen sind verkauft, da die Nachfrage enorm hoch ist.

Die Nummer 1 in Charlottenburg sind die Neubauten Englische Gärten im Quartier am Charlottenburger Spreeufer, entworfen von Thomas v. Thaden Architekten. Hier sind in 15 Stadthäusern 169 Eigentumswohnungen in bester Lage geplant mit 2 bis 4 Zimmern und einer Aussicht, die jeden träumen lässt. Diese Eigentumswohnungen sind sehr idyllisch direkt an der Spree gelegen und versprechen eine zeitlos elegante Architektur. Jeder der sich hier niederlassen möchte, lebt sehr zentral in der Stadt und dennoch ruhig. Diese Eigentumswohnungen sind etwas für gehobenere Ansprüche.

Tipps: Eigentumswohnungen vermieten, kaufen und verkaufen in Berlin

Der Kauf einer Eigentumswohnung in Berlin kann eine sicherlich gute Investition sein. Doch man sollte sich vorab mit den Tücken und möglichen Fehlern, die man machen kann, auseinandersetzen. Sicherlich kann man mit dem Wohnungskauf und dann der Vermietung eine echte Rendite erzielen. Gerade in Großstädten, und da zählt Berlin ohne Frage dazu, ist die Nachfrage nach Wohnungen besonders groß.

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Doch vor dem Kauf einer Immobilie und bevor Sie diese weitervermieten, müssen Sie so einiges beachten. Am Anfang steht die eigene Bilanz. Diese Ihnen zeigt genau, was Ihre Immobilie kosten darf und erst danach können Sie mit der Suche einer Immobilie beginnen.

Neubau oder Altbau? – Vor- und Nachteile

Neubauten sind sicherlich sehr ansprechend und versprechen einen Kauf ohne notwendige Sanierungsmaßnahmen, doch auch ältere und auch bereits vermietete Immobilien können sich für einen Kauf gut eignen. Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie müssen die Vor- und Nachteile immer vorsichtig gegeneinander abgewogen werden.

Eine gebrauchte Immobilie war bereits bewohnt und es können Mängel entstanden sein sowie Abnutzungsspuren, die den Kaufpreis sicherlich mindern, aber dem Käufer auch so einiges abverlangen können. Ein Wasserschaden in der Vergangenheit kann beispielsweise größere Schäden hinterlassen haben, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Oder Mieter, die schon seit längerem die Miete nicht gezahlt haben, werden dies wahrscheinlich auch in Zukunft nicht machen. Handelt es sich dagegen um ein bisschen Putz, der neu angebracht werden muss, oder eine Tapete, die ihre weiße Farbe verloren hat, sollten Sie sofort zuschlagen.

Eigentumswohnungen wiederverkaufen

Die Eigentumswohnung nach einer gewissen Zeit wiederverkaufen, das machen sehr viele Bauherren, denn der Profit kann sehr hoch sein. Dazu gehört meist: Eine Eigentumswohnung kaufen, diese dann aufwändig sanieren und dem Höchstbietenden wieder zu verkaufen. Das kann ein lukratives Geschäft sein. Jedoch sollte man auch hier so einige Punkte beachten.

Es ist oftmals so, wenn man eine Immobilie kauft und diese vermietet oder selbst bezieht, entsteht im Laufe der Zeit eine Wertminderung. Das bedeutet, dass der Verkäufer dieser Immobilie unter Umständen wesentlich weniger für seine Immobilie bekommt, als er vor Jahren gezahlt hat. Jede Entscheidung sollte daher gut durchdacht sein und man sollte sich ständig auf dem Wohnungsmarkt umhören, wie der Kurs momentan steht.

Man sollte immer mit einem renommierten Bauträger zusammenarbeiten und hierbei ist es egal, ob es sich um einen Neubau handelt oder doch um ein Mietobjekt. Ein Guter Bauträger verrät seinem Kunden alle Kniffe und Tricks und versucht das bestmögliche Angebot für diesen zu ergattern. Bei einem guten Bauträger, der in jedem Falle erfolgreich arbeitet, zahlt man die Maklerprovision sehr gerne, denn man hat sein Eigentum zum besten Preis veräußert bekommen.

Milieuschutzgebiete in Berlin

Der Milieuschutz in Berlin weist bestimmte Gebiete als schutzwürdig aus, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Bewohner in dem Gebiet von Verdrängung bedroht sind. Dabei regelt der Milieuschutz auch die Umwandlung von Mietobjekten in Eigentumswohnungen und kann eine Zweck- und Nutzungsentfremdung kontrollieren und unterbinden. Vor allem die kulturelle Vielfalt der Bewohner mit unterschiedlich hohen Einkommen kann mit Hilfe des Milieuschutzes erhalten werden.

Milieuschutzgebiete in Berlin

Berliner sollen damit in Zukunft besser geschützt werden und nicht mehr ohne Weiteres verdrängt werden. In einer Sitzung des Senats wurde beschlossen, dass die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in Milieuschutzgebieten verboten werden kann – denn immer häufiger wird ein Eigenbedarf angemeldet und Mietwohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Ohne Regulierung würde sich im Laufe der Jahre eine Trennung ergeben, bei der sich nur noch gutbetuchte Bürger eine Wohnung in der Stadt leisten könnten und die Geringverdiener auf der Strecke bleiben. Das soll verhindert werden. Jeder soll die Möglichkeit haben in Berlin, überall wo es ihm gefällt, also in allen Stadtbezirken gleichermaßen, wohnen zu können.

Gerade der Ortsteil Prenzlauer Berg entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Wohnort mit Einwohnern der gehobeneren Klasse. Im Jahre 2010 wurden schon 4500 Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt, im Jahre 2013 wurden mehr als 9100 Wohnungen von Mietobjekten in Eigentumswohnungen umgewandelt. Der Ortsteil Kreuzberg folgte dem Prenzlauer Berg nur mit geringem Abstand.

Die Stadt Berlin hat zudem beschlossen, dass ein Eigentümer, wenn er seine Wohnung als Eigentumswohnung veräußern möchte, dem Mieter das Vorrecht für den Kauf gewähren muss. Es besteht die Hoffnung, dass dadurch der Anreiz einer Umwandlung sinkt. Allerdings gilt diese Regelung nur bei der ersten Umwandlung von Miete in Eigentum. Wird eine bereits bestehende Eigentumswohnung verkauft oder wechselt der Hauseigentümer, hat der Mieter der Wohnung keinen Anspruch auf ein Vorverkaufsrecht.

Diese Regelungen dienen gleichzeitig der Abschwächung steigender Mieten. Denn wenn eine Wohnung als Eigentumswohnung veräußert wird. so steigen im Allgemeinen auch die Mieten an und der derzeitige Mieter muss sich nach einer neuen Bleibe umsehen, dies soll vermieden werden.

Ohne den Milieuschutz könnten Neubauwohnungen mit einer Größe von ca. 75 m² im Jahr 2016 bis zu 27 000 Euro mehr kosten. Dies würde bedeuten, dass die Nettomiete für einen solchen Neubau pro Quadratmeter um 1,50 Euro steigen würde. Das hört sich erstmal gering an, doch auf die Quadratmeter bezogen, wäre das einen Mehraufwand von ca. 110 Euro im Monat. Im Jahr 2020 sollen die Preise sich sogar bis zu 50 % erhöhen. Dann wäre Berlin nur noch eine Stadt für Menschen mit einem sehr guten Verdienst und die normalen Arbeiter, wie Handwerker oder Verkäufer, müssten sich eine neue Bleibe suchen, wahrscheinlich außerhalb von Berlin. Dies soll vermieden werden.
Zu den Milieuschutzgebieten zählen in Pankow das Zentrum, der Arnim- und Humannplatz, die Ecke Ostseestraße/Grellstraße, die Winsstraße, die Bötzowstraße, der Falkplatz, der Helmholtzplatz, der Teutoburger Platz und der Kollwitzplatz.

Im Bezirk Mitte sind es der Leopoldplatz, Moabit und die Oranienburger Vorstadt. In Friedrichshain-Kreuzberg sind es die Gebiete Petersburger Straße, Weberwiese, Bergmannstraße /Nord, Hornstraße, Bautzener Straße und Boxhagener Platz.

In Schöneberg-Tempelhof zählen zu den Milieuschutzgebieten der Barbarossaplatz/Bayerischer Platz, Kaiser-Wilhelm-Platz, Chamissoplatz, Graefestraße und Luisenstadt.

Wie man sehen kann möchte nun auch Berlin Mitte, Luxussanierungen und Verdrängungen verhindern und den Bewohnern die Möglichkeit geben, in ihrem Heim zu bleiben. Denn jeder Mieter, der eine neue Bleibe suchen muss, würde sonst irgendwann damit konfrontiert, dass er eine Eigentumswohnung erwerben müsste. Dies ist aber nicht jedem Mieter möglich. Auch eine Umsiedlung in einen anderen Stadtteil und eine zunehmende Homogenisierung der Kieze, soll damit vorgebeugt werden. Berlin soll nach wie vor, für jeden Menschen zugänglich sein.

Berlins neue Bauordnung

Am 28.06.2016 trat die 3. Überarbeitung der Berliner Bauordnung in Kraft. Diese beinhaltet unterschiedliche Neuregelungen, von der Verfügbarkeit öffentlicher Toiletten bis zur Einrichtung ausreichender Fahrradabstellplätze vor Läden. Natürlich gab es schon im Vorhinein über einige Änderungen Bedenken und Klagen von Ladenbesitzern, Bauherren und Grundstückseigentümern, inwieweit bestimmte Neuregelungen tatsächlich notwendig seien – aber hierzu im Detail:

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Abstandsflächen, Aufzüge und Toilettenräume

Die Bauordnung gab bisher vor, dass Abstandsflächen zwischen den Gebäuden einzelner Grundstücke penibel eingehalten werden müssen und dass die Grundstücksgrenzen auch ohne Ausnahme eingehalten werden müssen. Einige Punkte wurden nun gelockert: So darf beispielsweise bei der energetischen Sanierung der Abstand zwischen den Gebäuden jetzt auch geringer ausfallen als es bisher der Fall gewesen ist. Das soll unter anderem den Ausbau von Dachstühlen erleichtern und somit den Wohnungsbau vorantreiben.

Die neue Bauordnung wurde hinsichtlich der Bestimmungen für Aufzüge erneuert. Vor der Verordnung hieß es, dass ein Aufzug ab dem 5. Stockwerk Pflicht wäre. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Wenn kein Aufzug vorhanden ist, muss bei Aufstockungen um eine weitere Etage kein Aufzug angebaut werden. Damit sollen die Baukosten erheblich gesenkt werden.

Ebenso wurde an den Toilettenräumen für die Kundschaft gefeilt; denn im Entwurf zur Bauordnung war vorgesehen, dass Kundentoiletten ab einer Größe von 300 m² Ladenfläche zur Verfügung gestellt werden müssten. Dies wäre jedoch bei kleineren Geschäften oft nicht möglich bzw. schwer zu finanzieren gewesen. Doch nun ist diese Regelung hinfällig und viele, kleinere Betriebe können aufatmen. Eine Toilette muss nun ab einer Größe von 400 m² vorhanden sein.

Rauchmelder werden endlich Pflicht

Die Bauordnung hat sich ebenfalls, um die Verordnung von Rauchmeldern gekümmert. Das ist ein wichtiger Punkt, denn nun sind Rauchmelder Pflicht. Diese müssen in Wohnungen sowie in Geschäften in allen Aufenthaltsräumen, ausgeschlossen sind Küche und Bad, angebracht werden. Das gibt ein größeres Maß an Sicherheit und ein Brand kann schneller bemerkt werden. Die Rauchmelder müssen bei Mietwohnungen durch den Vermieter angebracht werden. Die Kosten hierfür können aber auf die Miete umgelegt werden.

Auch das leidige Thema der Abstellräume in Wohnhäusern wurde besprochen und die Bauordnung hier überarbeitet. Die Abstellräume in Häusern müssen nicht nur, wie es bisher der Fall war, für Fahrräder, Rollstühle und auch Kinderwagen leicht erreichbar und gut zugänglich sein, sondern nach der neuen Bauordnung ebenfalls barrierefrei. Auch Gebäude, die über mehr als zwei Wohnungen verfügen, müssen die Eingänge bzw. Zugänge von mindestens einer Wohnung barrierefrei sein. Bei Wohnungsneubauten, die bis zum Jahre 2019 errichtet werden und über mehrere Wohnungen verfügen, ist es nun Pflicht, dass mehr als ein Drittel der Wohnungen barrierefrei errichtet werden.

Ein weiterer Punkt, der beschlossen wurde und der für alle Bauherren eine große Rolle spielt, ist, dass es in der alten Bauordnung hieß, wer ein Baugrundstück erwirbt und dieses nicht innerhalb von 3 Jahren bebaut bzw. mit dem Bau begonnen hat, dessen Baugenehmigung erlischt, doch diese Genehmigung konnte immer wieder Jahr für Jahr, um ein Jahr erweitert werden. Dieses Gesetz wurde ebenfalls überarbeitet. Nun kann der Bauherr sein Bauvorhaben maximal dreimal um ein Jahr verlängern.

Baustandards in Berlin müssen sinken, nicht steigen

Mietwohnungen werden teuer saniert und natürlich dementsprechend teuer weiterverkauft, somit entsteht eine gehobene Wohnlage, die sich mit der Zeit nur noch Menschen leisten können, die über ein hohes Einkommen verfügen. Diese Abgrenzung zwischen reich und arm ist etwas, das die Stadt Berlin vermeiden möchte. Daher wird an Gesetzen gefeilt, die es jedem Bürger ermöglichen weiterhin in seiner Lieblingsgegend zu leben und diese aktiv mitzugestalten.

Die neue Bauordnung sieht daher auch vor, dass die Bürger stärker an den Bauvorhaben in ihrer Umgebung beteiligt werden. Gemäß § 70 müssen Nachbarn über Baugenehmigungen und baurechtliche Änderungen informiert werden und haben somit die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Die Bauordnung wurde daher geändert und dies ist auch gut so, denn somit haben es Bauherren, die nur an ihren Profit denken, schwerer und können nicht mehr einfach schalten und walten, wie sie es gerade möchten. Eine echte Chance für alle Bürger.